Mit der Adventszeit vor der Tür, stellt sich in den Schweizer Haushalten die obligate Frage: “Wann kaufen wir denn den Weihnachtsbaum?”. Doch welche Schweizer Arten eignen sich für das frohe Fest? Wir sind der Frage nachgegangen und haben die Top 3 der Schweizer Tannen-Arten aufgespürt.

Herr und Frau Schweizer kaufen gemäss der IG Christbaum schweizweit rund 1.2 Millionen Christbäume. Eine stolze Zahl für ein Land mit rund 8 Millionen Einwohner. Über 55% der Bäume kommen dabei aus dem Ausland und haben einen entsprechend langen Weg hinter sich. Meist werden diese aus Dänemark, den Niederlanden oder Deutschland angeliefert. Dabei wäre der Kauf eines Schweizer Baumes problemlos möglich. Rund 600 Produzenten züchten und kultivieren in der Schweiz Christbäume. Rund zehn Jahre brauchen die Bäume dabei, um vom Samen bis zum Weihnachtsbaum zu wachsen. Da 80% dieser Schweizer Bäume explizit zur weihnachtlichen Verwendung gepflanzt werden, gefährdet ein Kauf auch den Schweizer Waldbestand nicht.

Erfreulicherweise steigt die Zahl der Weihnachtsbäume aus lokaler Produktion in Schweizer Haushalten kontinuierlich. Gründe dazu sind gemäss Phillip Gut, Präsident der IG Suisse Christbaum, die Professionalisierung der Produzenten sowie das Umdenken und Bewusstsein der Kunden. Trotz hoher Qualitätsstandards stellt sich für den Normalbürger die Frage: “Welche Tanne ist denn nun der für mich beste Weihnachtsbaum?” The.Up.Life. präsentiert die Vor- und Nachteile der drei beliebtesten Sorten in den Schweizer Weihnachtshaushalten.

#1 Rottanne – Die ehrliche Weihnachtsbegleiterin

Weihnachtsbaum Rottanne im Freien

Die gemeine Fichte, Rottanne oder Picea abeis ist als einheimische, schnellwachsende Tanne die Nummer eins bezüglich Umweltbilanz und ein echter “Klassiker” im Schweizer Weihnachtsbaumsortiment.

Charakter: Wenig üppig, eher knorrig. Duftet angenehm harzig. Drinnen nur im Ständer mit Wasser haltbar.

Preis: Die günstigste Variante unter den einheimischen Bäumen.

Haltbarkeit: Mässig. Verliert bei Trockenheit schnell die Nadeln.


#2 Weisstanne – Die Wahrerin der Traditionen

Weihnachtsbaum Weisstanne im Freien

Die Weisstanne oder Abies Alba galt lange als Königin unter den europäischen Nadelbäumen. Sie gilt in Mitteleuropa als der Weihnachtsbaum schlechthin. Was viele nicht wissen: Durch ihre Krankheitsanfälligkeit steht sie steht auf der roten Liste der bedrohten Pflanzenarten.

Charakter: Lange, dicke, dunkelgrüne Nadeln. Aromatischer Duft. Schöner, gleichmässiger Wuchs.

Preis: Mittlere Preisklasse.

Haltbarkeit: Hält in geheizten Räumen bedeutend länger als die Rottanne.


#3 Nordmanntanne – Der eingewanderte Liebling

Weihnachtsbaum Nordmanntanne im Freien

Die nach dem Finnen benannten Abies Nordmanna ist der perfekte Hingucker in jedem Wohnzimmer. Das äusserst robuste Holz und die dicken Nadeln garantieren eine üppige Fülle sowie lange Haltbarkeit. Zu beachten gilt: Die Tanne ist in der Schweiz nicht heimisch. Trotzdem verschreiben sich immer mehr Weihnachtsbaumzüchter dem Gewächs aus dem Kaukasus.

Charakter: Dunkle, weiche Nadeln. Durch den speziellen Wuchs sind die Äste dicht und gänzlich mit grün überdeckt.

Preis: Ist mitunter die teuerste Wahl.

Haltbarkeit: Lange Haltbarkeit, insbesondere der Nadelausfall ist deutlich geringer als bei den Alternativen.


Weihnachtsbäume, mit Sicherheit lokal? In der Umgebung Bern beispielsweise bei der Familie Mäder auf dem Amselberg (oberhalb von Muri-Gümligen oder auf dem Bucherhof in Meikirch.

Top 3: Oh, Weihnachtsbaum!
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